Note
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5 July 2009
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(Bemerkung: Auf den Anfang einer deutschen Übersetzung des Romans, nur als eine Art Sprachübung durchgeführt, kann man unten rechts zugreifen. Das Kapitel, das zur Zeit übersetzte wird, befindet sich unten.)
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(Note: The beginning of a German translation of the novel, done purely as a kind of language exercise, is available by selecting the appropriate link to the right. The chapter that is currently being translated is below. The first chapter of the English version follows, and the entire English version is available through the links on the right side of this page.)
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Teil 1, Kapitel 11
„Und allmählich, je mehr ich las und je wunderlicher und fremder mich das Hinunterblicken auf Dächer, Gassen und Alltag ergriff, tauchte des Öfteren zaghaft und beklemmend das Gefühl in mir auf, auch ich sei vielleicht ein Seher und die vor mir ausgebreitete Welt warte auf mich, dass ich einen Teil ihrer Schätze höbe, den Schleier des Zufälligen und Gemeinen davon löse und das Entdeckte durch Dichterkraft dem Untergang entreiße und verewige“.
–Hermann Hesse
Peter Camenzind
Bei diesem ersten Besuch bei Ann und Clayton, fühlte er sich fast so schüchtern, wie er es immer war, als er andere Leute zum ersten Mal kennen lernte. Außerdem war er sich davon sicher, dass sein Verhalten ihnen äußerst unbeholfen scheinen müsste. Er wollte aber glauben, dass, wenn sie ihn als unbeholfen sahen, sie gleichzeitig verstanden, dass er kaum umhinkonnte, einem Gefühl davon zu erliegen, sich über alles dankbar zu wundern, was er in ihrem Zuhause sah: die Zeichen von Intelligenz in allem, was sie taten, und in der Art und Weise, wie sie lebten, den Beweis dafür, dass sie an Schönheit Gefallen fanden. Die Einrichtungsgegenstände des Zimmers, in dem sie saßen, waren so schlicht und doch so voll von der Anmut und Schönheit prächtiger Kunstwerke, dass er eine Art von Ehrfurcht spürte, eine Ehrfurcht, die so groß war, dass, ab und zu, er sich auf das Gespräch mit Ann und Clayton kaum konzentrieren konnte.
Er fühlte sich von einem Gemälde besonders hingezogen, das schien, eine Art Einstieg in eine Welt der intensiven Farbe und Tiefe und ungewöhnlichen Form zu ermöglichen. Ann fragte ihn, ob es ihm gefiel.
„Ja“, sagte er mit einem Lächeln, „ich glaube, die Farben haben ein besonderes Merkmal, das ich sehr lange nicht gesehen habe. Es gibt da eine Art Leben und Bewegung – ich weiß nicht es zu erklären.“
Ann warf einen kurzen Blick auf das Holzscheit, das im Kamin brannte. Dann lächelte sie Clayton an. „Clay hat immer gewusst, solche Gemälde zu schätzen“, sagte sie. „Deshalb haben wir so viele davon, und dafür bin ich ihm sehr dankbar“.
David wollte fortfahren und ihnen das sagen, was er wirklich dachte und empfand, aber er wusste nicht, wie er das tun könnte. Er fühlte sich unbehaglich und ängstlich. Er hatte sie gerade kennen gelernt, und er wollte nicht etwas Dummes sagen. Gleichzeitig aber wollte er, dass sie möglichst viel über ihn wissen. Vielleicht auch damals spürte er, je mehr er ihnen über sich selbst erzählte, umso mehr würde er über sich selbst lernen. Das aber, was ihn am meisten beschäftigte, war ihm ein Bedürfnis, über das zu sprechen, was ihm sehr wichtig – sogar eilig – war.
„Vorm letzten Jahr in der Oberschule, habe ich Malereien kaum beachtet,“ sagte er. „Ich konnte nie verstehen, was andere Menschen darin sehen oder warum sie daran Gefallen finden.“
„Und was ist in diesem Jahr geschehen?“, fragte Clayton.
David beugte sich ein wenig vor und warf einen kurzen Blick um das Zimmer, das sich mit Licht und Farbe erfüllt und so sehr warm und einladend war. Er blickte sich nach allen Seiten um, als ob er die Antwort auf Claytons Frage irgendwo vor ihm in der Luft hätte sehen können. Im Hintergrund hörte er fast unbewusst die Komplexitäten von Bach, die schienen, wie Fäden von Musik miteinander verwoben zu werden. „In diesem Sommer“, fing er an, und seine Stimme klang für ihn etwas rauchig, „bin ich nach Europe mit einigen Schulfreunden gereist. Gegen Ende unserer Rundreise fahren wir nach Paris. Und natürlich, besuchten wir den Louvre“.
Plötzlich schien es sehr still in diesem Zimmer zu sein – David konzentrierte sich sehr auf seine Gedanken, und vielleicht taten Clay und Ann dasselbe. Das aber, was ihm eine ganze Menge in diesem Augenblick ausmachte – und in jedem ähnlichen Augenblick – war die Freisetzung von der Flut von Ideen, die bis dahin durch irgendetwas in seinem eigenen Geisteszustand zurückgehalten wurde, oder durch die Tatsache, dass ein Mensch ihm fehlte, mit dem er offen und auf eine echt tiefsinnige Art und Weise reden konnte. Und als er redete, allmählich erworben diese Gedanken ihr eigenes Leben, und dieses Leben hatte nur einen Imperativ: Das Bedürfnis, artikuliert zu sein, zum Ausdruck gebracht zu werden, einen Augenblick zu strahlen und vielleicht in den Geist oder in das Bewusstsein eines anderen Menschen aufgenommen zu werden.
Natürlich, je mehr er von all diesen Gedanken mitgerissen wurde, umso mehr Angst hatte er. Es war, als ob er plötzlich Lampenfieber hätte. Er stellte sich auch vor, dass er kurzatmig war und dass er spüren konnte, wie sein Herz schlug.
„Die impressionistischen Gemälde waren im Jeu de Paume.
(Fortsetzung folgt.)
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“My dear friend,” he said, “there is no reason to be surprised, or to feel deceived. It often happens that the autobiographical element in a novel is not the narrator at all, but the character the narrator is describing.”
— Nils Sondergaard, In an Unknown Country
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The first chapter of the novel is printed below. Links to the other chapters are listed at the right.
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Part 1, Chapter 1
Forsitan et haec olim meminisse juvabit….
–Vergilius
Aeneidos
One day even these things may be pleasant to remember….
–Virgil
Aeneid
He wouldn’t expect you to believe a story like this could really happen. Sometimes he couldn’t believe it himself. Much of it he had to force himself to remember; much of it he wasn’t very proud of. The thing is, though, he felt his life would really have no meaning if he didn’t at least try to leave some record of it, no matter how clumsy and awkward that record might be. And no matter how frightened he might be at the telling of it.
The story is about a boy, a young man at Harvard, one who had the face of an innocent — bright, open, but sometimes puzzled and hurt. He was full of energy and ideals and an adolescent love for everything he had learned about the life of the mind. Of course he thought he knew a little about the pain and ugliness of life too, but he was almost convinced all that was relatively unimportant. He believed he only had to push it out of his mind. Evil existed in the world — he knew that. But as far as he was concerned, evil was just something he could avoid, something he didn’t really have to worry about, something that would never affect him.
When he was first at Harvard, what he was most aware of was the kind of professor whose lectures seemed to resonate with greatness — at least for him. Those same professors, though, could cause him a strange kind of pain and embarrassment, because of the self-important, mocking, and condescending way some of them spoke about the great writers and poets of English literature. When they did that, they aroused in him an odd sense of humiliation on behalf of those long dead, those who were being so elegantly ridiculed.
So this young man, because he had a great deal of adolescent pride, swore to himself, at some deep level of his mind and without really understanding what he was doing, that no one would ever scrutinize his writings with that unsympathetic air of superiority. There would be, he promised himself, no writings to scrutinize.
Later, though, he came to understand that he had to write at least his own story, and hope that others would read it with as much sympathy and understanding as possible. He hoped they would be able to overlook the way he expressed himself, the only way he could express himself, with everything encoded in dullness and stupidity. He thought these qualities would protect him from the notice of anyone who might laugh at what he had to say. He was always so proud that he never stopped worrying about things like that.
He hoped that some would try to see beyond the code, that they would feel it was worth the trouble. If once in a while they couldn’t help laughing at him, though, he would understand. He was still proud, but he could at least laugh at himself.

