Note
10 November 2009
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(Bemerkung: Auf den Anfang einer deutschen Übersetzung des Romans, nur als eine Art Sprachübung durchgeführt, kann man unten rechts zugreifen. Das Kapitel, das zur Zeit übersetzte wird, befindet sich unten.)
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(Note: The beginning of a German translation of the novel, done purely as a kind of language exercise, is available by selecting the appropriate link to the right. The chapter that is currently being translated is below. The first chapter of the English version follows, and the entire English version is available through the links on the right side of this page.)
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Teil 1, Kapitel 12
„…der Konflikt zwischen Eliteschule und Elternhaus…, der manchem anderen von seiner Art die Jugendjahre belastet…und in manchen Fällen hochbegabte junge Menschen zu schwierigen und problematischen Charakteren macht“.
–Hermann Hesse
Das Glasperlenspiel
Während der Zeit, als er aufgewachsen ist, gab es ein so großes Gefühl der Instabilität bei ihnen zu Hause, dass es konnte ihm beinahe körperlich wehtun. Natürlich am Anfang, als er ein Kind war, konnte er diese Instabilität noch nicht ganz wahrnehmen. Er wusste, dass irgendetwas irgendwo schief zu gehen schien, aber er wusste nicht, was das war. Er hatte wirklich keine echte Möglichkeit, die Familie, in der er ein Mitglied war, mit dem inneren Leben anderer Familien zu vergleichen. Eigentlich dachte er sehr wenig an andere Familien.
Als er aber aufwuchs, zur Schule ging, mit ein paar anderen Schülern Freundschaft schloss und sie zu Hause besuchte, begann es, ihm zu scheinen, dass seine Familie nicht ganz ähnlich wie andere Familien war. Anscheinend wohnten andere Familien in Häusern, wo es ein dauerndes Gefühl der Wärme gab, ein Gefühl der Solidarität, eine Art Friedlichkeit und vor allem eine Stimmung davon, was er nur als Verständlichkeit bezeichnen konnte. All das fehlte dem Haus, in dem er wohnte.
Ihm wurde es allmählich bewusst, dass in diesem Haus es immer eine dunkle Befürchtung gab, eine vage Art Verwirrung, als ob nichts das wäre, was es zu sein schien oder was es sein sollte. Es war, als ob alles etwas anderes werden könnte, sehr leicht und jeden Augenblick, oder es könnte überhaupt nichts werden.
Er hatte nie das Gefühl, dass er materiell benachteiligt war. Das ständiges Gefühl aber, dass er in einer Familie aufwuchs, die immer am Rand des Zusammenbruchs zu sein schien, verursachte in ihm endlose Angst, Einsamkeit und Hilflosigkeit. Als er nicht mehr Kind war und anfing, Jugendlicher zu sein, sind diese Gefühle fast überwältigend geworden. Er war verzweifelt, und er glaubte, dass er nirgendwo Hilfe finden könnte, außerdem vielleicht bei Gott – insofern, als ein Junge wie er irgendetwas über Gott wissen konnte. Die Probleme, mit denen er konfrontiert wurde, schienen ihm so enorm, so kompliziert und fast so unlösbar, dass er glaubte, dass nur Gott mächtig genug wäre, mit ihnen fertig zu werden. Er glaubte, dass es keine Möglichkeit gäbe, dass er auf einem rein menschlichen Niveau Hilfe erhalten würde. Er war davon überzeugt, dass, wenn Gott ihm Hilfe leistete, Gott ihm durch das Eingreifen eines Priesters zu Hilfe kommen würde.
Manchmal glaubte er, dass, wenn irgendjemand ihm keine Hilfe leistete, er sich in den Ozean des neurotischen Verhaltens seiner armen Eltern einfach auflösen würde. Unter diesen Umständen, schien es ihm nur natürlich zu sein, dass er sich an Gott wenden würde. Er wurde katholisch großgezogen, mindestens im formellen Sinn des Wortes „katholisch“, und er hat von Gott durch das Lehren der Nonnen erfahren, wie alle anderen Kinder. Als er immer noch sehr jung war, hatten seine Eltern ihn jeden Samstagvormittag zum Katechese-Unterricht gehen lassen, und sie haben dafür gesorgt, dass er die Erste Heilige Kommunion empfing und dass er später gefirmt wurde. Innerhalb der Familie aber gab es gar keine Ermutigung, seinen Glauben auszuüben. Sonntags nahmen seine Eltern ihn und seinen Bruder zur Heiligen Messe mit, aber diese körperliche Anwesenheit in der Kirche, als der Priester die Messe hielt, schien der Anfang und das Ende jeder Beziehung zu sein, die die Familie zu Gott vielleicht haben konnten. Als die Zeit verging, begann auch diese entfernte Beziehung nachzulassen, jedenfalls für seine Eltern, und ihre Anwesenheit während der Heiligen Messe wurde seltener.
Für ihn aber ließ diese Beziehung nicht nach. Und als die gewöhnlichen Ängste und Verwirrung und Schwierigkeiten der Jugend vergrößert wurden, durch das unausweichliche Gefühl, dass seine Familie eine äußerst unglückliche Familie sein müsse und dass er ein äußerst unglücklicher Junge sei, dachte er weiter, dass etwas Desaströses passieren würde, wenn er nicht irgendwie, irgendwo, Hilfe von irgendjemandem erhielt. Sehr oft war er sich dessen bewusst, dass er diese Hilfe äußerst dringend brauchte.
Ein Grund dazu, dass er sich gezwungen sah, Hilfe zu suchen, war, dass die beherrschende Macht in der Familie bei weitem die Macht seiner armen Mutter war. Vielleicht, in gewisser Hinsicht, ist das bei den meisten Familien der Fall. Wenn aber ja, wird diese Familie glücklich sein, nur dann, wenn die Mutter ihre beachtliche Macht darauf verwendet, dass sie ihre Kinder und ihren Mann ermutigt, stark zu sein und ihre völle Größe zu erreichen.
Leider in Davids Familie hat seine Mutter nicht auf diese Art und Weise ihre Macht benutzt, was zur Folge hatte, dass das Leben eine Art Albtraum war, für alle anderen im Kreise der Familie.
Sie war eine vielschichtige und intelligente Frau, und auf ihre eigene traurige Art und Weise konnte sie ohne jede Rücksicht agieren, als sie versuchte das zu erreichen, was sie wollte. Ihre Intelligenz aber war eingeengt und unfrei und hatte sich in sich selbst zurückgezogen. Diese Intelligenz wurde schließlich enorm destruktiv – auf die eine oder andere Weise vernichtete und ruinierte sie alles, was sie anrührte.
Was oder wer hat sie eingeengt und unfrei gemacht? Der Zustand unserer modernen Gesellschaft und deren Erwartungen? Vielleicht, in gewisser Hinsicht. Persönliche Grenzen oder Handikap resultieren oft aus Selbstsüchtigkeit. Also ist es vielleicht die Gesellschaft, in der wir leben, die diese Grenzen gewissen tragischen und Mitleid erregenden Frauen möglicherweise dadurch auferlegen kann, dass diese Gesellschaft die Selbstsüchtigkeit unterstützt, unter der alle Menschen vielleicht leiden, in gewissem Maße. Unsere Gesellschaft kann diese Selbstsüchtigkeit so weit hervorrufen, dass es nichts im Herzen der armen Frau übrig bleibt, außer Selbstsüchtigkeit, und es kann eine Art Selbstsüchtigkeit werden, die sich tarnt und ausdrückt, auf tausenderlei geniale Art und Weise, jede davon für all diejenige ungünstig, mit denen die Frau in Berührung kommen mag.
Und dann erzeugt Selbstsüchtigkeit auch andere Eigenschaften der Persönlichkeit: Habgier, zum Beispiel, und die Tendenz zu versuchen, alles und alle in Reichweite zu dominieren.
Er dachte aber, dass es unrecht von ihm wäre, Frauen wie seine Mutter für ihr Benehmen verantwortlich zu machen. Er sagte sich, wenn das Handeln solcher Frauen die Folge der Grenzen sind, die die menschliche Gesellschaft ihnen setzt, dann sollte die Schuld daran der menschlichen Gesellschaft gegeben werden, und nicht den Frauen. Selbstverständlich müssen Männer über alle Grenzen hinausgehen, die ihnen auferlegt werden, aber wo es um Frauen wie meine arme Mutter geht, kann man so etwas nicht erwarten. David glaubte, dass Frauen nicht dafür verantwortlich sind, über die ihnen auferlegten Grenzen hinauszugehen, sondern es ist die Gesellschaft, die dafür verantwortlich ist, diese Grenzen zu entfernen. Außerdem war er davon überzeugt, dass, egal welche Fehler die Gesellschaft in Frauen eingeprägt haben mag, diese Fehler nicht beachtet werden müssen. Er glaubte auch fest, dass Frauen nicht dazu verpflichtet sein sollten, von sich aus die Initiative zu ergreifen und diese Fehler korrigieren; überdies muss die Schuld an diesen Fehlern nicht ihnen gegeben werden.
Er glaubte, man konnte seiner Mutter überhaupt keine Schuld geben. Sie ist zu bemitleiden, und man muss sie verzeihen und für sie beten, aber man kann ihr keine Schuld geben.
(Fortsetzung folgt.)
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“My dear friend,” he said, “there is no reason to be surprised, or to feel deceived. It often happens that the autobiographical element in a novel is not the narrator at all, but the character the narrator is describing.”
— Nils Sondergaard, In an Unknown Country
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The first chapter of the novel is printed below. Links to the other chapters are listed at the right.
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Part 1, Chapter 1
Forsitan et haec olim meminisse juvabit….
–Vergilius
Aeneidos
One day even these things may be pleasant to remember….
–Virgil
Aeneid
He wouldn’t expect you to believe a story like this could really happen. Sometimes he couldn’t believe it himself. Much of it he had to force himself to remember; much of it he wasn’t very proud of. The thing is, though, he felt his life would really have no meaning if he didn’t at least try to leave some record of it, no matter how clumsy and awkward that record might be. And no matter how frightened he might be at the telling of it.
The story is about a boy, a young man at Harvard, one who had the face of an innocent — bright, open, but sometimes puzzled and hurt. He was full of energy and ideals and an adolescent love for everything he had learned about the life of the mind. Of course he thought he knew a little about the pain and ugliness of life too, but he was almost convinced all that was relatively unimportant. He believed he only had to push it out of his mind. Evil existed in the world — he knew that. But as far as he was concerned, evil was just something he could avoid, something he didn’t really have to worry about, something that would never affect him.
When he was first at Harvard, what he was most aware of was the kind of professor whose lectures seemed to resonate with greatness — at least for him. Those same professors, though, could cause him a strange kind of pain and embarrassment, because of the self-important, mocking, and condescending way some of them spoke about the great writers and poets of English literature. When they did that, they aroused in him an odd sense of humiliation on behalf of those long dead, those who were being so elegantly ridiculed.
So this young man, because he had a great deal of adolescent pride, swore to himself, at some deep level of his mind and without really understanding what he was doing, that no one would ever scrutinize his writings with that unsympathetic air of superiority. There would be, he promised himself, no writings to scrutinize.
Later, though, he came to understand that he had to write at least his own story, and hope that others would read it with as much sympathy and understanding as possible. He hoped they would be able to overlook the way he expressed himself, the only way he could express himself, with everything encoded in dullness and stupidity. He thought these qualities would protect him from the notice of anyone who might laugh at what he had to say. He was always so proud that he never stopped worrying about things like that.
He hoped that some would try to see beyond the code, that they would feel it was worth the trouble. If once in a while they couldn’t help laughing at him, though, he would understand. He was still proud, but he could at least laugh at himself.

