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Note

ø

28 August 2008


(Bemerkung: Auf den Anfang einer deutschen Übersetzung des Romans, nur als eine Art Sprachübung durchgeführt, kann man unten rechts zugreifen. Das Kapitel, das zur Zeit übersetzte wird, befindet sich unten.)


(Note: The beginning of a German translation of the novel, done purely as a kind of language exercise, is available by selecting the appropriate link to the right. The chapter that is currently being translated is below. The first chapter of the English version follows, and the entire English version is available through the links on the right side of this page.)



Teil 1, Kapitel 7

„Wenn man nicht macht, was man als notwendig, wenn auch nur mit persönlichen Unannehmlichkeiten behaftet, erkannt hat, dann kann man irgendwann auch nicht mehr erkennen, was zu machen ist“.
–Horst-Eberhard Richter
Bedenken gegen Anpassung

Nach einer Woche von Orientierung für neue Studenten, am Abend des ersten Tages des Semesters, ging er wie üblich in den Speisesaal, der für Studienanfänger reserviert war. Es war das Ende eines hellen, warmen Frühherbsttages, und als er von seinem Harvard-Yard-Wohnheim ausging und sich umschaute, dachte er daran, wie viel die alten Gebäude selbst fast wie der Weisheit errichtete Denkmäler schienen, mit ihren „Veritas“-Wappen und dieser Aura des geheimnisvollen Versprechens, das er sehr bald verstehen würde – davon war er sich sicher.

Eigentlich im Speisesaal zu sein aber war eine weniger angenehme Erfahrung, als nach dem Speisesaal zu gehen.

Der Raum war enorm, riesig, und erinnerte ihn an den großen Saal, den die Ritter von irgendeinem nordischen Stamm benutzen, in einer angelsächsischen Saga. Die Atmosphäre war voll mit Lärm and dem Klang zahlloser Gespräche, geführt von jungen Menschen, die David gar nicht bekannt waren. Für einen Menschen wie ihn, der so schüchtern und unsicher war, war das eine Furcht erregende Situation, eine Qual, die er dreimal am Tag erleiden musste.

Natürlich, wenn es möglich war, versuchte er immer, sich zu Tisch zu setzen, wo es ein paar Leute gab, die er schon kannte. Das war aber nicht leicht, weil er nur wenige Leute kennen gelernt hatte. An diesem Abend sah David den älteren Studenten, der für das Harvard-Wohnheim, in dem er wohnte, zuständig war. Sein Name war Eric Billings und er war ein intelligenter, extravertierter Jurastudent. Er hat sich zu Tisch mit einigen Studienanfängern gesetzt, die David schon im Wohnheim gesehen hatte, und als David sich zu ihnen setzte, tat Eric alles, was er konnte, damit auch David an der Konversation teilnähme. Es fiel Eric wahrscheinlich nicht leicht, das zu tun, wegen Davids Scheuheit und seiner Naivität, zusammen mit der Art und Weise, wie er es erwartete, dass andere ihn ignorieren würden, wie seine Mutter und Stiefvater ihn immer ignorierten, als er mit ihnen zu Tisch war, in ihrem Haus. Wie er es oft tat, in solchen Situationen, so tat David jetzt, als wollte er wirklich unsichtbar sein. Er blickte die anderen kaum an. Eric aber grüßte ihn und stellte ihn allen vor.

David hörte einen Kommilitonen fragen, was er als Hauptfach studieren wollte. „Ich weiß es noch nicht“, sagte er und starrte seinen Teller an, mit gesenktem Kopf, ohne jemanden anzublicken, „aber ich glaube, es wird englische Literatur sein“. Plötzlich herrschte es Stille, oder so schien es David. Er fragte sich, ob er fortfahren sollte. Er warf einen kurzen Blick auf alle und dann fuhr fort zu reden, vielleicht ein bisschen zu laut, ein bisschen zu schnell. „Ich weiß nicht, warum genau ich englische Literatur als Hauptfach studiere. Es ist nur, dass, als ich in der Oberschule war, dieses Fach mir einfach gefiel – vielleicht weil es meinen Lehrern auch gefiel. Diese anscheinend dachten, man könnte irgendetwas über das Leben lernen, wenn man Literatur studierte.“

Einer der Anwesenden schnaubte ungläubig. „Mein Gott, gibt es immer noch Menschen, die der Meinung sind, dass sie irgendetwas über das Leben lernen können, wenn sie Literatur studieren?“ Die sarkastische Bemerkung brachte David dazu, unter den Tisch sinken zu wollen. „Ich davon aus“, fuhr die Stimme fort, „dass wir immer noch im Zeitalter der amerikanische Unschuld leben“.

Es war Eric, der mit seiner tiefen, ruhigen Stimme reagierte. „Oder es könnte sein, Parker, dass wir immer noch im Zeitalter der Großspurigkeit der heranwachsenden Snobs leben“.

Erics Bemerkung aber war zu spät. David war sich davon sicher, dass er etwas gesagt hätte, was nicht nur nicht wieder gutzumachend dumm war, sondern auch unverzeihlich blöd. Ein Gefühl, das Heranwachsende oft haben, ergriff ihn, ein Gefühl der Scham und Verlegenheit. Kritik verletzte ihn tief, wie immer. Andererseits haben ihm Lob und Ermutigung nie geholfen, denn er wusste, er würde diese im Nu vergessen. Irgendwie konnte er nicht glauben, dass er Lob und Ermutigung tatsächlich verdient hat.

(Fortsetzung folgt.)

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“My dear friend,” he said, “there is no reason to be surprised, or to feel deceived. It often happens that the autobiographical element in a novel is not the narrator at all, but the character the narrator is describing.”

— Nils Sondergaard, In an Unknown Country

The first chapter of the novel is printed below. Links to the other chapters are listed at the right.



Part 1, Chapter 1

Forsitan et haec olim meminisse juvabit….
–Vergilius
Aeneidos

One day even these things may be pleasant to remember….
–Virgil
Aeneid

He wouldn’t expect you to believe a story like this could really happen. Sometimes he couldn’t believe it himself. Much of it he had to force himself to remember; much of it he wasn’t very proud of. The thing is, though, he felt his life would really have no meaning if he didn’t at least try to leave some record of it, no matter how clumsy and awkward that record might be. And no matter how frightened he might be at the telling of it.

The story is about a boy, a young man at Harvard, one who had the face of an innocent — bright, open, but sometimes puzzled and hurt. He was full of energy and ideals and an adolescent love for everything he had learned about the life of the mind. Of course he thought he knew a little about the pain and ugliness of life too, but he was almost convinced all that was relatively unimportant. He believed he only had to push it out of his mind. Evil existed in the world — he knew that. But as far as he was concerned, evil was just something he could avoid, something he didn’t really have to worry about, something that would never affect him.

When he was first at Harvard, what he was most aware of was the kind of professor whose lectures seemed to resonate with greatness — at least for him. Those same professors, though, could cause him a strange kind of pain and embarrassment, because of the self-important, mocking, and condescending way some of them spoke about the great writers and poets of English literature. When they did that, they aroused in him an odd sense of humiliation on behalf of those long dead, those who were being so elegantly ridiculed.

So this young man, because he had a great deal of adolescent pride, swore to himself, at some deep level of his mind and without really understanding what he was doing, that no one would ever scrutinize his writings with that unsympathetic air of superiority. There would be, he promised himself, no writings to scrutinize.

Later, though, he came to understand that he had to write at least his own story, and hope that others would read it with as much sympathy and understanding as possible. He hoped they would be able to overlook the way he expressed himself, the only way he could express himself, with everything encoded in dullness and stupidity. He thought these qualities would protect him from the notice of anyone who might laugh at what he had to say. He was always so proud that he never stopped worrying about things like that.

He hoped that some would try to see beyond the code, that they would feel it was worth the trouble. If once in a while they couldn’t help laughing at him, though, he would understand. He was still proud, but he could at least laugh at himself.

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